multiSENSE
Contactless Vital Sign Monitoring and Energy-Efficient Building Control
Key Facts
- DiLT Analytics FlexCo - Organisation, Systementwicklung
- Technische Universität Graz - Organisation, Multisensor- & Systementwicklung
- Universität Graz - Befragungen, EKG-Studie
Über das Projekt
Im Forschungsprojekt "multiSENSE" untersucht ein interdisziplinäres Team zusammen mit pflegenahen Einrichtungen & modernsten Technologien die Auswirkungen von Hitzewellen auf Gebäude & vulnerable Menschen, indem Erfahrungsberichte von Betroffenen sowie Messwerte von Menschen & Räumen erhoben werden.
Gefördert wird das Projekt von der FFG mit den Zielen Innenräume angenehmer zu gestalten und durch Technologie Wissen zum besseren Schutz vor Hitzewellen zu generieren.
Die adressierte Herausforderung
Der Klimawandel verursacht weltweit erhebliche gesellschaftliche und gesundheitliche Wechselwirkungen (Ausbreitung von Pandemien, hitzewellenbedingte Herz-Kreislauferkrankungen), wobei diese ungleich verteilt sind.
- Hitzewellen sind für die Alltagsbewältigung herausfordernd. Speziell ältere Menschen sind durch Vorbelastungen wie Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes oder psychische Erkrankungen besonders vulnerabel.
- Luftverschmutzungen durch Verbrennung fossiler Rohstoffe oder verkehrsbedingter Feinstaub verschlechtern den Verlauf bei Lungenerkrankungen.
- In Europa hat die Kombination aus der steigenden Zahl von Menschen über 65 Jahren und höheren Sommertemperaturen dazu geführt, dass ältere Menschen seit 1980 insgesamt mehr Hitzewellen ausgesetzt sind als früher.
- In vielen europäischen Ländern leben vulnerable Gruppen tendenziell in dicht besiedelten Umgebungen (städtischer Wärmeinseleffekte).
- Studien in 100 europäischen Städten zeigten, dass fast die Hälfte der Krankenhäuser und Schulen in Gebieten liegt, die mindestens 2 °C wärmer als der regionale Durchschnitt sind.
Hitzewellen in 2021 führten tagsüber zu Temperaturen von bis zu 40°C und fielen nachts nicht unter 30°C.
Die Innovation von multiSENSE
- • Die interdisziplinäre Kombination innovativer Forschungsansätze aus Gesundheitspsychologie, Sensorik, KI und Gebäudetechnik - mit erfahrenen Praxispartner:innen.
- • Die Datenanalyse könnte durch die Anwendung von Künstlicher Intelligenz entscheidend verbessert werden, da Datenmengen in Verbindung mit den Innenraumklimainformationen mathematisch äußerst komplex sind.
Projektziele & Ablauf
Übergeordnetes Ziel: Innenräume angenehmer gestalten & mit neuer Technologie besser auf Hitzewellen vorbereitet sein
Projektstruktur
Das Projekt ist in 4 Phasen eingeteilt, 2 mit Fokus auf empirischer Datenerhebung (Befragungen & EKG-Studie mit pflegenahen Einrichtungen) und 2 mit Fokus auf Umsetzung technischer Systeme (Sensor & Infoplattform durch das Projektteam).
Das Ziel der Phasen ist es vor, während und nach Hitzewellen Daten zu erheben, wozu Befragungen und EKG-Studien mit Bewohner:innen/Patient:innen durchgeführt werden.
Projektergebnisse
1. Empirische Forschungsergebnisse
Empirische Forschungsergebnisse zu Luftqualität in pflegenahen Einrichtungen sowie physiologischer Hitzebelastung, Verhalten und subjektives Empfinden der teilnehmenden Bewohner:innen.
2. Maßnahmenempfehlungen
Ableitung von Maßnahmenempfehlungen für Betroffene vulnerable Gruppen, Personal und Facilitymanagement für pflegenahe Einrichtungen bei Hitzewellen.
3. Technologiekonzept
Ein umfassendes Konzept für die multiSENSE-Informationsplattform und ein physischer Multisensor.
Praxispartner:innen
Wir bei multiSENSE suchen 10 vertrauenswürdige pflegenahe Einrichtungen (Krankenhäuser, Pflegeheime oder Altersresidenzen), die ihre Mitwirkung beim Projekt gemäß ihrer Kapazität erklären - für Befragungen und eine EKG-Studie.
Vorteile für Praxispartner:innen
- • An vorderster Front: Sie wirken bei technischen Innovationen in der Pflege für sinnvolle & hilfreiche Produkte aktiv mit.
- • Personalisiertes Hitze-Profil: Erhalten Sie einen finalen Projektbericht von Ihrer Einrichtung, um zu erfahren wie 'hitzetauglich' Sie sind und was für Maßnahmen effektiv sind.
- • Sichtbarkeit guter Pflege: Heben Sie sich durch multiSENSE von anderen Einrichtungen ab.
- • 110% Service: Die gesamte Ausstattung wird vom Projekt gestellt. Durch unser proaktives Handeln sind Sie immer durch Ihre Ansprechperson informiert.
- • Freiheit bei min. Aufwand: Sie, Ihre Bewohner- und Pfleger:innen nehmen freiwillig und unter Ihren Bedingungen teil.
- • Glückliches Arbeitsklima: Mit multiSENSE investieren Sie in Ihr Personal, das Wohlbefinden Ihrer Bewohner:innen und ergänzen Ihr hitzebezogenes Qualitätsmanagement.
Kontakt
Ihre persönliche Ansprechperson zu Projektfragen:
Fr. Katja Čeplak, MSc
katja.ceplak@uni-graz.at
+43 316 380 50 56
DI Theresa Kohl, MSc
theresa.kohl@dilt.at
Interested in Collaboration?
Learn more about our research or discuss potential partnerships.
Get in Touch